Osterbrunnen 2026

Osterbrunnen 2026

Dies ist die Begleitseite zum Osterbrunnen 2026 der Kirchgemeinde Oberdiessbach. Schön, bist du da!


 

In der Bibel gibt es die Geschichte, wo eine Frau an Jesus kurz vor seinem Tod eine liebevolle Geste tut. Sie nimmt teures Öl, giesst es über seinen Kopf und salbt ihn. Dies war eine beachtliche Tat, nicht nur war das Öl sehr teuer, auch die Tatsache, dass sie das als Frau so tat, erregte (negatives) Aufsehen. Doch Jesus lobte ihre Tat und sagte: Überall, wo in Zukunft das Evangelium verkündigt werde, dort wird auch diese Frau erinnert werden (Markus 14,9)

In diesem Jahr ist unser Osterbrunnen ein Ort, wo das Evangelium verkündet wird. Doch was ist eigentlich damit gemeint?

 

Das Evangelium – die frohe Botschaft

Evangelium bedeutet eine gute, frohmachende Botschaft. Sie gibt Hoffnung, Trost, Sinn. Im Folgenden ein paar Eckpunkte dazu, was der christliche Glaube damit konkret meint.

 

Dein Leben hat einen tiefen Sinn – du bist gewollt

Du bist nicht zufällig auf dieser Welt. Gott hat dich geschaffen, er hat dir Seinen Lebenshauch eingehaucht. Das bedeutet, du muss dir deinen Wert nicht erst irgendwie verdienen, du hast ihn einfach, weil du du bist! Unser Leben kommt also von Gott und kehrt einmal zu ihm zurück. Darum findest du die volle Erfüllung im Leben nur in Gott.

Der nahbare Gott

Gott ist unendlich, der Mensch nicht. Wir können seine Grösse nicht erfassen, darum hat er sich uns gezeigt. Zuerst im Alltag von Menschen, die ihn erlebt haben. Dann hat er durch Propheten, und schliesslich in Jesus Christus selber. Die Bibel zeugt vom Reden Gottes und gibt uns eine verlässliche Basis, etwas über Gott zu erfahren.

Wir lassen Gott nicht Gott sein

Am Schicksal von Jesus wird eines leider sehr deutlich: Wir Menschen haben grosse Mühe, Gott die Ehre zu geben, die ihm gebührt. Wir möchten oft selber Gott sein. Wir sind Sünderinnen und Sünder. Das heisst, mir möchten lieber ohne Gott leben. Das kann aktive Auflehnung oder passiver Widerstand gegen ihn bedeuten. Folge ist andauernder Unfriede mit sich selbst, mit den Mitmenschen und der Natur.

Gottes Liebe

Gerade in dieser aussichtslosen Lage zeigt sich Gottes Liebe. Gott hat diese von uns Menschen selbstgewählte Trennung überwunden. Über den Graben der Sünde streckt er uns die Hand der Versöhnung hin. Er ist gestorben, damit wir leben. An Karfreitag feiern wir dieses grosse Wunder. Wir sind eingeladen, sein Angebot der Versöhnung mit ihm anzunehmen.

Christ/in werden

Ein Christ/eine Christin ist jemand, der/die Ja sagt zu dieser riesigen Liebe Gottes. Ein Christ/eine Christin ist jemand, für den/die Jesus konkurrenzlos geworden ist. Ein einfaches Gebet ist dafür ein guter Start: “Gott, danke, dass du mich geschaffen hast. Danke für deine grosse Liebe, die du mir zeigst. Bitte vergib mir meine Schuld, und hilf mir, mein Leben ganz im Vertrauen auf dich zu führen. Amen”

In der Liebe Gottes bleiben

Ein Gebet ist ein guter Start, aber nicht das Ende des christlichen Lebens. Ein Leben mit Jesus heisst, in seiner Liebe zu bleiben. Dafür sind dir alle anderen, die auch an Jesus glauben, eine riesige Hilfe. In der Kirche lernst du beten, die Bibel lesen, machst Erfahrungen mit Gott, lernst ihn besser kennen. Die Taufe, bzw. Taufbestätigung ist ein Zeichen, das dir dafür Kraft gibt. Ebenso stärkt dich das Abendmahl im Gottesdienst.

Hoffnung auf ein gutes Ende

Diese Welt ist nicht (nur) gut. Und Christsein ist kein Versprechen, dass es dir immer nur gut gehen wird. Doch gemeinsam halten wir fest, dass das Leben nicht fertig ist mit dem Tod, dass Gott stärker ist als der Tod. Das ist das, was wir an Ostern feiern. Und darüber hinaus hoffen wir auf das Reich Gottes, auf den neuen Himmel und die neue Erde. Das ist das Ziel unseres Glaubens: dass einmal Gott alles in allem sein wird und wir ihm gegenüber stehen werden.

 

 

 

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